Konzert-Review: Joey Cape, Tony Sly, Jon Snodgrass

20.2.2010: Joey Cape, Tony Sly, Jon Snodgrass @ Magnet

ich habe immer schon eine sammelleidenschaft gehabt. egal ob bierdeckel oder briefmarken, sticker von minor league baseball teams oder später schallplatten. und dann kann ich mich auch von nichts trennen! dementsprechend sieht mein zimmer aus … lauter platten, die ich mir in den 90ern gekauft habe und bestimmt seit 10 jahren nicht mehr gehört habe. ten foot pole und skankin’ pickle, millencolin und lagwagon. ja melodycore und ska-punk lagen damals im trend, genauso wie heute so singer-songwriter und mehr oder weniger countrylastiges zeugs.

to cut a long story short: ich wollte ein paar dieser alten platten verkaufen und habe mir die natürlich vorher nochmal angehört. catchy songs konnten die alle schreiben! und dann lagen “hoss” und “leche con carne” doch wieder tagelang auf meinem plattenteller. also sehr gute voraussetzungen um einen abend mit joey cape und tony sly geniessen zu können. natürlich wollte ich hits wie “violins”, “soulmate” und wie die alle heissen hören. in der beziehung bin ich von dem abend nicht enttäuscht worden, es wurden viele cover-songs oder songs der alten oder “richtigen” bands gespielt.

mit dem wunsch war ich auch nicht alleine, der magnet war voll, sehr voll … vor allem mit lagwagon und no use for a name publikum würde ich sagen. und los ging es auch gleich mit einer abgewandelten version von alien 8. alle waren auf der bühne, tony, joey, jon snodgrass und brian, der die 3 gitarreros am keyboard unterstützte. es gab keine richtigen pausen zwischen den acts, sondern jeder spielte einen solo-teil in den übergängen kam einfach der nächste auf die bühne und es wurden ein paar lieder zusammen geträllert, dann ging es wieder solo weiter.

nachdem also alle zusammen angefangen hatten blieb jon snodgrass als erster auf der bühne. hat mir sehr gut gefallen. ich mag drag the river. jon hat eine wunderbare stimme, die auf jeden fall authentischer nach whiskey und karohemden klingt als bei den beiden, die nach ihm kamen. zwischendurch kam nochmal joey auf die bühne um zusammen einen bad astronaut song anzustimmen.

nach einer dreiviertel stunde ließ sich dann tony wieder blicken und übernahm das ruder. das habe ich mit dann auch noch eine weile angeschaut. ich wurde langsam müde und nach anderthalb stunden programm ohne unterbrechung und als tony dann redemption song angestimmt hat wusste, dass es zeit für mich ist zu gehen. da habe ich doch eine zu kurze aufmerksamkeitsspanne. und seien wir mal ehrlich, bei no use war das mit bob marley covern ja noch witzig … aber dann wirklich auf der akkustik gitarre gespielt. trotzdem schönes konzert, aber jetzt freue ich mich wieder auf die zwanzig minuten sets im koma f!

jan (yo-yo records)

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