Konzert-Review: The Gaslight Anthem

The Gaslight Anthem, Cartridge, Fotos
Bielefeld / Forum
08.06.2008

Nachdem es die letzten Male eher mau war, hatte die Visions Party im Bielefelder Forum mit The Gaslight Anthem mal wieder eine interessante Band im Angebot. Pflichtbesuch! Fotos (der eigentliche Headliner) und Cartrigde (der Opener) interessierten mich eher weniger und konnten mich entsprechend an diesem schönen Abend nicht im Club halten…

The Gaslight Anthem aus New Jersey haben bereits mit ihren ersten beiden Demos aus den Jahren 2004 und 2006 einige Freunde in Europa gefunden. Das Album “Sink Or Swim” (2007) und die 2008er “Senor & The Queen EP” erweiterten diesen Kreis, so dass es mal an der Zeit für eine ausführliche Tour durch Europa (vorwiegend Deutschland) war.

Das Forum war, trotz des guten Wetters, gut gefüllt, als die Blues-Soul-Punks die Bühne betraten. Der Mitgröhlmob fand sich schnell vor der Bühne zusammen und feierte eigentlich die komplette Setlist mit, die aufgrund des begrenzten Repertoires der Band keine große Überraschung darstellte. “Wooderson”, “Wherefou Art Thou, Elvis”, “I’da Called You Woody, Joe” und “Angry Johnny And The Radio” wurden ohne Ansage hintereinander weg gespielt, zwischendurch wurde ein kurzes “Stand by me” zitiert. Von kommenden Album “The 59′ Sound” gab es ebenfalls erste, vielversprechende Höreindrücke. Bruce Springsteen für Punkrocksozialisierte!

Trotz der begrenzten Kommunikation mit dem Publikum kamen die Jungs richtig sympathisch rüber und auch die hinteren Reihen wurden nach und nach wärmer mit der Band. Die Stimme von Brian Fallon kommt live ebenso fantastisch rüber, wie man es von Platte gewohnt ist.

Wer allerdings erwartet hat, dass TGA ihre Songs live etwas schneller und rockiger raushauen, der dürfte enttäuscht worden sein. Die Jungs nehmen sich für jeden Song die nötige Zeit, um ihn intensiv rüber zu bringen. “Boomboxes & Dictionairies”, “Senor And The Queen”, “We came to Dance”, “Blue Jeans And White T-Shirts” und “We’re getting a divorce, you keep the diner” bildeten die zweite Hälfte des Sets. Selbst nach zwei Songs Zugabe hatte die Meute noch nicht genug, so dass die Jungs nochmal auf die Bühne mußten, ich glaube damit war das Repertoire der Band auch komplett erschöpft…

Fazit:
Feine Sache, auch wenn mir ein bißchen mehr Druck live gefallen hätte, aber Punk muss ja nicht zwangsläufig Rock sein! Die anschließende Party war ebenfalls mal wieder gut, auch wenn das DJ Team schon besser Tage erlebt hat…

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