Konzert-Review: Krusty Crew, End Of The Line, Pointless And Me
Krusty Crew, End Of The Line, Pointless And Me
Bielefeld / Falkendom
16.05.08
Lange hat es gedauert, gestern war es dann endlich soweit: Krusty Crew haben die Veröffentlichung ihrer neuen EP „Alles Idioten, aber wir sollten sie auf unsere Seite ziehen“ im Bielefelder Falkendom gefeiert. Zur Unterstützung waren End Of The Line und Pointless And Me am Start. Hier nun der Versuch einer kleinen Abendrekonstruktion.
Die SMS um 19 Uhr war eindeutig und legte die Marschroute des Abends fest: „Gin ist auch massig am Start! Das wird ne Freak Show!“. Entsprechend aufgelockert war die Stimmung der bereits Anwesenden als wir um 20 Uhr den Falkendom erreichten. Die Bands gönnten sich Fuselbier aus 0,5l Kannen, auf der Bühne stand die Minibar mit Gin-Tonic bereit…
Bis 21 Uhr war der Dom dann auch relativ gut gefüllt und Pointless And Me legten los. Der Shorthanded-Nachfolger bei dem auch zwei „kleine“ Krusty Crew Geschwister aktiv sind hat sich dem Emo- oder auch Melodycore verschrieben. Ihre Anhänger hatten die Jungs von anfang an im Griff und das zu recht. Ich sah die Jungs zum zweiten Mal und muss sagen: Im Vergleich zum Auftritt im WG Hotel waren riesige Fortschritte zu erkennen. Daniel kommt am Mikro rüber wie der typische Ami-Frontmann, die beiden Gitarren sind gut aufeinander eingestellt, die Gesangswechsel sitzen ebenfalls und das Schlagzeug macht gut Tempo. Da kann man wohl auf das geplante Album gespannt sein.
Weiter ging es mit End Of The Line. Die feierten 10-jähriges Bühnenjubiläum und versuchten das auch optisch zu veranschaulichen: wunderschön arschige Mittelscheitel, wild abstehende Haare und schnike Hemden prägten das Bühnenbild. Nicht ganz so oldschool war das Set. Zunächst gab es ausgefeilten Emopoppunk der neueren Tage und auch Songs vom kommenden Album. Gegen Ende gab’s dann zur Freude vieler auch noch älteres Material.
Abschließend war es dann an der Zeit für die Krusty Crew. Der Pegel im Raum hatte seinen Höhepunkt erreicht, ausgelassen wurde von den ersten Tönen an mitgetanzt und gegröhlt. Das Publikum zeigte sich textsicher, sowohl bei neuen Songs wie „Sink Or Swim“, den Songs der EP, aber vor allem auch bei älteren Sachen wie „The Coolest Guy“. Nach und nach verlagerte sich die Party auf die Bühne, wo immer mehr Leute zwischen der Band rumhüpfen, mitgröhlten und tranken. Die Band war in bester Verfassung und schaffte es auch nach dem ein oder anderen Bierchen noch die Songs ordentlich zu zocken. Das Publikum forderte immer wieder „Summertime“ und stimmte gelegentlich den Groezrockhit „Heute schütte ich mich voll“ von Karl Dall an. Familiäre Atmosphäre: Yeah.
Anschließend zog ein Mob ins Getaway Drivers und Souls For Sale Headquarter um Tobis Flüssignahrung zu vernichten…
Fazit:
Gutes Ding.