Platten-Review: Greeley Estates – Go West Young Man, Let The Evil Go East

Schon nach dem ersten Hören habe ich mich von dem Bild der Band verabschiedet, die ich dem Foto auf dem Promoflyer nach in die Schublade Grindcore gesteckt hatte. Höchst erfreut stelle ich fest, dass der Vierer aus Arizona echt weiß was er tut. Wir brauchen gar nicht von der Gewalt sprechen, die dem Metalcore innewohnt, allerdings gibt es nicht oft Bands, die sich so variabel halten. Vergleiche zu sagen wir mal den frühen Atreyu brauchen hier nicht gefürchtet werden..


Release Infos:

Greeley Estates – Go West Young Man, Let The Evil Go East
Label: Science / Ferret Music
VÖ: 09.05.08
Format: CD
Tracks: 13
Links: http://www.myspace.com/greeleyestates
Schublade: Metalcore

Der Metalcore-Spaß wird regelmäßig von ungewöhnlichen Einschüben unterbrochen. Da benutzt man in Brückenteilen einfach mal gedubbten weiblichen Soulgesang, der dann wieder brutalst von Ryans Screams
zerfetzt wird. Oder gehauchten Kinderliedern in Track 3, die in gruseligster Weise eine kleine Melodie verstecken und jedem Horrorstreifen zur Ehre gereichen würden. Song enden in ruhigen unheilschwangeren Klavieroutros um gleich im Anschluss daran wieder eine Gitarren und Double-Bass Armee durch die Lautsprecher toben zu lassen. Auch vor Elektroelementen wird nicht mehr halt gemacht. Alle Grenzen scheinen niedergerissen. Track 8 entpuppt sich als vielseitiger als auf den „ersten Blick“ gedacht (wie so vieles bei dieser Band). Vertrackte Rhytmik versteckt Akzente hinter minimalistischen Gitarren, die ab der Mitte wieder zu Sologöttern avancieren.

Eigentlich lohnt es sich gar nicht Zeit damit zu verschwenden diese Platte zu rezensieren. Wenn die Jungs weiterhin so solide Kost zusammenschreiben, dann könnten sie ziemlich groß werden denke ich. Ich kann jedem nur empfehlen sich die Scheibe mal durchzuhören. Auf Myspace gibt es einen kleinen Vorgeschmack von dem, was sie auf der Platte noch viel besser machen.

Anspieltipps: Go West Young Man /// In the Ashes /// There’s something wrong in the world

Fazit:
Bei den Jungs von Greeley Estates gibt man sich definitiv nicht mit halben Sachen zufrieden. Ausgefeilte Songstrukturen treffen auf interessante Texte. Brachiale Double-Bass-Gewitter treffen auf filigrane Melodien. Absolut hörenswert!

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