Platten-Review: Krusty Crew – Alles Idioten…
„Gut Ding braucht Weile“: Nur ein Jahr später als geplant erscheint die neue Krusty Crew EP. Die 4 Tracks, 3 Fotogallerien und das Video kommen im schniken Digipack daher und hören auf den prägnanten Namen „Alles Idioten, aber wir sollten sie auf unsere Seite ziehen“.
| Release Infos: Krusty Crew – Alles Idioten… Label: Kickloch VÖ: 16.05.08 Format: CD Tracks: 4 (+Multimedia) Links: http://www.krustycrew.de Schublade: Punk |
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Professionelles Artwork und Multimediamenü, professionelle Ton- und Videoaufnahmen: Wenn man die neue EP der Krusty Crew in den Händen hält, denkt man nicht als erstes an eine „Lokalband“ aus dem beschaulichen OWL. In „Alles Idioten…“ steckt viel Arbeit und Herzblut.
Und die Investion hat sich gelohnt, denn die Bielefelder legen hier ihre bisher beste Veröffentlichung vor und damit wohl auch das Beste, was OWLs mittlerweile ziemlich dezimierte (jaja, die Trends zeigen in eine andere Richtung) Melodic- und Skatepunkszene in letzter Zeit hervorgebracht hat. Krusty Crew hängen sich nicht an „die neusten Trends“, sondern zeigen wie die Helden des 90er Skatepunk im Idealfall heute (!) klingen würden.
„Reset“ überzeugt mit abwechslungsreichen Songstrukturen und bleibt trotzdem super eingängig. Mal geht es direkt nach vorne, dann geht es wieder etwas indirekter zur Sache, das „burn those bridges to the ground“ singt man jedenfalls auf Anhieb aus voller Kehle mit. An „Tell me“ könnte sich eventuell der ein oder andere reiben, denn hier sind Krusty 182 am Werk. Da schwelgt man sofort in Erinnerungen an „Enema of the State“ Zeiten, auch wenn die Jungs sich ihren eigenen Touch bewahren. Mir gefällt’s: direkt vom College zur nächsten Hausparty, oder so ähnlich. Mit „Untitled“ folgt ein etwas rauerer Hit. Die Bielefelder beweisen einmal mehr, dass sie eingängige, aber nicht belanglose Songs schreiben können und nicht auf Sonnenscheinsongs angewiesen sind. Mit „Tom“ kehrt dann allerdings der Sommer zurück.
Im Multimediateil gibt es drei nette Fotogallerien und das gelungene Video zu „Untitled“ (ok, die Telefonnummer 666 ist nicht sonderlich kreativ…).
Die EP verleitet dazu die Sonnenbrille aufzusetzen, das verstaubte Longboard aus der Ecke zu holen und die Promenade entlang zu rollen oder einfach die nächste Hausparty amerikanischen Stils zu rocken. Trotzdem sind die Songs nicht nebensächlich und fernab jeglicher Realität. Die jahrelange Banderfahrung der Mitglieder macht sich bemerkbar.
Fazit:
Den ersten Idioten haben sie zumindest schon auf ihre Seite gezogen (Schenkelklopfer olé)… top! Dieser Silberling lächzt nach überregionaler Beachtung.
